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Lernen

Unterricht weiterdenken

Verstehen, ausprobieren, selbstständig werden.

Raum für eigenes Denken

Guter Unterricht gibt Schülerinnen und Schülern Raum, selbst zu denken. Sie sollen Fragen stellen, Zusammenhänge entdecken, Lösungswege erproben und ihre Ergebnisse begründen können. Dafür nutzen wir unterschiedliche Unterrichtsformen, passend zum Fach, zur Lerngruppe und zum jeweiligen Lernziel.

Zu unseren Ansätzen gehören Thinking Classroom, Flipped Classroom, Projektunterricht und Lernpfade. Auch bei der Frage, wie Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen zeigen, entwickeln wir unsere Praxis weiter. Diese Ansätze kommen je nach Fach und Unterrichtsvorhaben unterschiedlich zum Einsatz.

Gemeinsam denken und Probleme lösen

Vor allem im Mathematikunterricht und in den Naturwissenschaften nutzen wir Elemente des Thinking Classroom. Ausgangspunkt sind herausfordernde Aufgaben, bei denen der Lösungsweg noch nicht vorgegeben ist.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln gemeinsam Ideen, prüfen Vermutungen und vergleichen unterschiedliche Vorgehensweisen. Sie erklären einander ihre Gedanken und setzen sich mit Einwänden auseinander. Die Lehrkraft begleitet diesen Prozess durch gezielte Fragen und Impulse.

Dabei zählt auch der Weg zur Lösung: Wer einen Ansatz verwirft, einen Fehler erkennt oder eine Erklärung überarbeitet, kann daraus viel lernen.

Unterricht vorbereiten und Lernzeit gezielt nutzen

Beim Flipped Classroom erschließen sich Schülerinnen und Schüler ausgewählte Grundlagen vor einer gemeinsamen Unterrichtsphase, beispielsweise mithilfe von Erklärvideos, Texten oder vorbereitenden Aufgaben.

Im Unterricht bleibt dadurch mehr Zeit, Fragen zu klären, Inhalte anzuwenden und anspruchsvolle Aufgaben gemeinsam zu bearbeiten. Die Vorbereitung wird aufgegriffen und vertieft. So lassen sich Schwierigkeiten gezielt besprechen und unterschiedliche Lösungswege genauer untersuchen.

Mit Lernpfaden Orientierung finden

Lernpfade strukturieren den Weg durch ein Thema. Sie machen sichtbar, welche Inhalte und Aufgaben anstehen, und unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, zunehmend selbstständig zu arbeiten.

Je nach Gestaltung bieten sie zusätzliche Erklärungen, Übungsmöglichkeiten oder weiterführende Herausforderungen. Schülerinnen und Schüler können Grundlagen wiederholen, ihren Lernstand überprüfen und nächste Schritte angehen. Die Lehrkraft begleitet sie dabei und hilft, wenn sie allein nicht weiterkommen.

In Projekten Wissen anwenden

Im Projektunterricht beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum mit einer Fragestellung. Sie recherchieren, planen ihr Vorgehen, verteilen Aufgaben und führen ihre Ergebnisse zusammen.

Dabei müssen sie Entscheidungen treffen und Verantwortung für die gemeinsame Arbeit übernehmen. Fachwissen wird angewendet und mit eigenen Ideen verbunden. Zum Projekt gehört auch, das Ergebnis verständlich zu präsentieren und den Arbeitsprozess auszuwerten.

Wissen erklären und Verständnis zeigen

Schriftliche Arbeiten sind ein Weg, fachliche Kompetenzen sichtbar zu machen. Wir nutzen auch alternative Prüfungsformate, in denen Schülerinnen und Schüler ihr Wissen auf andere Weise anwenden und erklären.

Dazu gehören Sprechprüfungen außerhalb der Fremdsprachen, insbesondere in Mathematik und Deutsch. Schülerinnen und Schüler erläutern Zusammenhänge, begründen ihre Überlegungen und gehen auf Nachfragen ein. So wird sichtbar, wie sicher sie fachliche Inhalte verstanden haben und ausdrücken können.

Kompetenzen Schritt für Schritt nachweisen

Mit gestuften, wiederholbaren Kompetenztests verbinden wir die Überprüfung fachlicher Fähigkeiten mit der Möglichkeit, gezielt weiterzulernen.

Die Anforderungen bauen aufeinander auf: Zunächst geht es darum, Grundlagen sicher zu beherrschen. Darauf folgen Aufgaben, bei denen Schülerinnen und Schüler Zusammenhänge herstellen, ihr Wissen auf neue Situationen übertragen und anspruchsvollere Fragestellungen bearbeiten. Übersichten zu den erwarteten Kompetenzen geben Orientierung: Was kann ich bereits? Was muss ich noch üben? Was ist mein nächster Schritt?

Innerhalb eines festgelegten Zeitraums können Schülerinnen und Schüler ihren Lernweg mitgestalten und mitentscheiden, wann sie bereit sind, ihre Fähigkeiten nachzuweisen. Die Lehrkraft berät sie dabei und unterstützt eine realistische Einschätzung.

Gelingt ein Nachweis noch nicht, folgt eine gezielte Rückmeldung. Die Schülerinnen und Schüler können an ihren Schwierigkeiten arbeiten und den Test anschließend mit anderen Aufgaben erneut ablegen. So lohnt es sich, Fehler zu verstehen und nach einem ersten Versuch weiterzulernen.

Wer Grundlagen bereits sicher beherrscht, kann früher zu weiterführenden Anforderungen übergehen. Wer mehr Übung braucht, erhält Gelegenheit, seine Basis zu festigen. Damit schaffen wir Raum für unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten und halten zugleich die fachlichen Ziele im Blick.

Unser Anspruch bleibt bei allen Unterrichts- und Prüfungsformen derselbe: Schülerinnen und Schüler sollen fachlich dazulernen, zunehmend selbstständig handeln und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln.

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