Lernen

Digitales Lernen – kompetent, kreativ und verantwortungsvoll

Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zum Lernen, zum Alltag und zur späteren Studien- und Arbeitswelt unserer Schülerinnen und Schüler. Schule muss deshalb mehr leisten, als digitale Geräte bereitzustellen. Unser Ziel ist es, junge Menschen dazu zu befähigen, digitale Möglichkeiten kompetent, kreativ, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen.

Dabei gilt für uns ein einfacher Grundsatz: Nicht möglichst viel Digitalisierung ist das Ziel, sondern möglichst gutes Lernen.

Gute Voraussetzungen für digitales Lernen

Ab Jahrgang 7 steht unseren Schülerinnen und Schülern kostenlos ein persönliches iPad als schulisches Leihgerät zur Verfügung. Die Geräte werden durch das Land Niedersachsen finanziert und von der Stadt Salzgitter als Schulträger bereitgestellt und administriert. Damit verfügen alle Schülerinnen und Schüler über eine verlässliche und einheitliche digitale Arbeitsgrundlage – unabhängig von der privaten technischen Ausstattung.

Die iPads begleiten die Schülerinnen und Schüler im schulischen Alltag und eröffnen vielfältige Möglichkeiten zum Lernen, Recherchieren, Üben, Präsentieren und gemeinsamen Arbeiten. Entscheidend bleibt dabei immer der pädagogisch sinnvolle Einsatz: Das iPad ist ein Werkzeug für gutes Lernen – kein Selbstzweck.

Digital lernen, wo es sinnvoll ist

Digitale Werkzeuge sind fester Bestandteil unseres Unterrichts. Schülerinnen und Schüler recherchieren und bewerten Informationen, erstellen Präsentationen und multimediale Produkte, arbeiten gemeinsam an Dokumenten, nutzen interaktive Lernangebote, Simulationen oder digitale Rückmeldemöglichkeiten.

Dabei ersetzen digitale Medien weder Bücher und Hefte noch Experimente, Gespräche, praktische Arbeit oder das gemeinsame Lernen im Klassenraum. Wir setzen sie dort ein, wo sie das Lernen unterstützen, neue Möglichkeiten eröffnen oder selbstständiges Arbeiten erleichtern. Die Entscheidung für ein digitales oder analoges Werkzeug richtet sich deshalb nicht nach dem technisch Machbaren, sondern nach dem jeweiligen Lernziel.

Medienkompetenz systematisch entwickeln

Der kompetente Umgang mit digitalen Medien entsteht nicht von allein. Deshalb lernen unsere Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt, digitale Werkzeuge sicher und zielgerichtet einzusetzen.

Dazu gehören beispielsweise das Organisieren von Dateien und Lernmaterialien, der sichere Umgang mit grundlegenden Anwendungen, eine zielgerichtete Internetrecherche, die Bewertung von Quellen und Informationen sowie das Erstellen und Präsentieren eigener digitaler Inhalte. Auch Datenschutz, Urheberrecht, Kommunikation und Sicherheit im Netz gehören zu einer umfassenden Medienbildung.

Ein wichtiger Baustein ist dabei unser iPad-Führerschein. Er schafft eine gemeinsame Grundlage für das schulische Arbeiten mit dem iPad und vermittelt zentrale Fähigkeiten, die anschließend im Fachunterricht aufgegriffen, angewendet und weiterentwickelt werden.

Künstliche Intelligenz verstehen und verantwortlich nutzen

Künstliche Intelligenz verändert bereits heute, wie Informationen gesucht, Texte geschrieben, Bilder erstellt, Daten ausgewertet und Probleme gelöst werden. Deshalb gehört KI-Kompetenz für uns zu zeitgemäßer Bildung.

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen, KI-Werkzeuge sinnvoll und zielgerichtet einzusetzen, geeignete Anfragen zu formulieren und die erzeugten Ergebnisse kritisch zu prüfen. Ebenso müssen sie verstehen, wo KI Fehler macht, welche Grenzen sie hat und wann ihr Einsatz beim Lernen sinnvoll, problematisch oder unzulässig ist.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, das eigene Denken an eine KI abzugeben. Im Gegenteil: Wer KI kompetent nutzen will, muss Ergebnisse beurteilen, Informationen und Quellen überprüfen, Entscheidungen begründen und Verantwortung für die eigene Arbeit übernehmen können. Auch ein transparenter Umgang mit der Nutzung von KI gehört für uns dazu.

Selbstständig und gemeinsam lernen

Digitale Werkzeuge eröffnen neue Möglichkeiten für individuelles und gemeinsames Lernen. Materialien können passend zum eigenen Lernstand genutzt, Inhalte wiederholt und zusätzliche Hilfen abgerufen werden. Gleichzeitig erleichtern digitale Plattformen die Zusammenarbeit, den Austausch von Ergebnissen und das gemeinsame Arbeiten an Projekten.

So entwickeln Schülerinnen und Schüler zunehmend die Fähigkeit, ihr Lernen selbst zu organisieren, geeignete Werkzeuge auszuwählen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen.

Digitales Lernen bedeutet für uns deshalb weit mehr als das Arbeiten mit einem iPad. Es verbindet fachliches Lernen, Medienbildung und Zukunftskompetenzen und bereitet unsere Schülerinnen und Schüler darauf vor, sich in einer zunehmend digitalen Welt sicher, selbstständig, kritisch und verantwortungsvoll zu bewegen.